HAIRFAX - Informationen zu Zweithaar

Zweithaar hat eine lange historische Tradition, doch im Laufe der Zeit haben sich sowohl seine Bedeutung, als auch sein Aussehen sehr gewandelt. Seine Geschichte beginnt im alten Ägypten und setzt sich durch viele folgende Epochen fort. Zwischenzeitlich wurden Perücken zu einem bedeutenden Standessymbol und waren dem einfachen Volk sogar verboten. Auch kurzzeitige Modeerscheinungen wie beispielsweise in den 1960er Jahren sind hier zu erwähnen. Abgesehen von Amtstrachten deren Bestandteil Perücken sind wird Zweithaar heute in der Regel nur noch aus medizinischen Gründen getragen.

Verschiedene Haarsysteme

Zweithaar ist sehr vielseitig und weist bezüglich seiner Form große Unterschiede auf. Im folgenden Abschnitt sollen diese Unterschiede näher erläutert und eine grobe Einteilung der gängigsten Arten von Zweithaar vorgenommen werden. Erstreckt sich das Zweithaar über den gesamten bzw. den Großteil des Kopfes spricht man von einer Perücke. Ist nur die Oberseite des Kopfes bedeckt, handelt es sich um ein Toupet oder Haarteil. Der Begriff Haarteil wird ebenfalls für Zweithaar verwendet, welches dem Haarersatz in kleineren Bereichen dient. Abgesehen davon sind noch Netzhaarteile oder Integrationshaarteile anzuführen, bei denen das vorhandene Eigenhaar in das Zweithaar integriert wird und mit diesem so eine Einheit bildet.

Verschiedene Haarsituationen benötigen verschiedene Haarsysteme

Perücken

Es gibt viele Gründe Perücken zu tragen. Der naheliegendste ist definitiv der durch eine Chemotherapie ausgelöste Haarausfall. Diese Patienten benötigen besonders schnell einen Haarersatz, der unter Umständen dem früheren Aussehen entsprechen soll. Andere Gründe sind eine fortgeschrittene androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) oder Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall). Auch religiöse und modebegingte Motivation sind von Bedeutung. Viele Frauen mit ethnischer Herkunft sind mit ihrer Haarstruktur unzufrieden und nutzen Perücken als eine Möglichkeit der Typveränderung. Viele Hersteller bieten speziell für diese Klientel designte Kollektionen an.

Toupets

Das am häufigsten von Männern verwendete Zweithaar ist das Toupet, doch mit der spöttisch als "Fifi" bezeichneten "Matte für die Platte" aus früheren Zeiten haben heutige Produkte aus high-tech Materialien, was Natürlichkeit und Verarbeitung betrifft, kaum noch etwas gemeinsam. Toupets werden jedoch nicht nur von Männern getragen, die Auswahl an Modellen, die speziell für die Bedürfnisse weiblicher Verbraucher entwickelt wurden, ist nicht weniger groß und bietet sogar ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten.

Netzhaarteile/Integrationshaarteile

Bei dieser Form des Haarersatzes wird das vorhandene Eigenhaar in das Zweithaar integriert. Sie eignet sich besonders gut bei der weiblichen Form der androgenetischen Alopezie, da vom Scheitel ausgehend das Haar dünner wird und so keine kahlen Stellen entstehen, sondern Haardichte und Haarvolumen fehlen. Diese können im betroffenen Bereich durch ein Integrationshaarteil wieder hergestellt werden. Integrationshaarteile oder Netzhaarteile bestehen, wie der Name bereits erahnen lässt, aus einem weitmaschigen Netz, auf welches das Zweithaar aufgeknüpft ist. Durch die Maschen des Netzes wird das Eigenhaar hindurchgezogen und somit integriert. Die Befestigung kann beispielsweise an diversen Punkten am Eigenhaar durch "verlinken" erfolgen.

Zum Inhalt dieser Seite

Zweck dieser Informationsseite ist Verbrauchern, ob aus allgemeinem Interesse oder aufgrund von persönlicher Betroffenheit, einen Überblick über Möglichkeiten und Vielfalt von Zweithaar zu verschaffen. Sie richtet sich jedoch auch an Zweithaarbenutzer, die Hilfe bei auftretenden Problemen, Reparaturen, Pflege oder der Suche nach neuen Produkten benötigen.

Hintergründe und Ursachen der verschiedenen Arten der Alopezie werden hier aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht behandelt. Falls dennoch Klärungsbedarf oder Interesse an weitergreifenden Themenbereichen rund um Haarverlust und Haarausfall besteht, können Sie sich auf den weiter unten angeführten Informationsseiten einschlägig mit den gewünschten Themen beschäftigen.

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